Digitale Rezepte verordnen mit dem "eRezept-Deutschland"

Gerade in Corona-Zeiten bieten digitale Lösungen wirksame Unterstützung für Ihre Arztpraxis. Mit dem eRezept verordnen Sie Medikamente schnell und einfach elektronisch, ganz gleich, ob Sie in der Praxis oder von zu Hause aus arbeiten. Das eRezept erleichtert die Versorgung der Patienten, für die ein Besuch in der Praxis nicht möglich ist und kann das Infektionsrisiko für Praxisteam und Patienten senken.

Werden Sie Teil des größten deutschen eRezept-Projekts "eRezept Deutschland" und bekommen Sie schon in Corona-Zeiten Zugang zur eRezept-Technologie – kostenfrei, schnell und sicher.

Zur digitalen Unterschrift der eRezepte nutzen Sie dabei anstelle der Telematik-Chipkartenterminals mit PIN-Eingabe einfach und komfortabel Ihr Smartphone mit Face-ID oder Fingerabdruck.

Hierfür ist lediglich Ihre persönliche Registrierung als Arzt mit dem sog. Video-Ident-Verfahren (analog zu einer Video-Sprechstunde) nötig.

Die Registrierung erfolgt dabei über unseren Kooperationspartner eHealthTec. Dort finden Sie die Schritt-für-Schritt Anleitung auch als Erklärvideo.



Voraussetzung für die Erstellung von eRezepten

Um die Abrechnungssicherheit der Medikamentenverordnung im Pilotprojekt zu gewährleisten, sind unterschiedliche Anforderungen zu berücksichtigen:

Da es sich beim "eRezept-Deutschland" genauso wie bei der schon seit mehr als zwei Jahren im PraxisProgramm etablierten elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) um ein Pilotprojekt handelt, können in der Startphase nicht bei allen gesetzlich versicherten Patienten elektronische Rezepte verordnet werden

Ab 2021 können zunächst nur Versicherte von TK, DAK, Barmer sowie Privatpatienten elektronische Rezepte erhalten.

Die Patienten müssen sich dafür zuvor bei ihrer jeweiligen Krankenkasse melden, um eine spezielle eRezept-App zum Empfang der QR-Codes mit den Rezeptdaten auf ihrem Smartphone installieren zu können.

In Schleswig-Holstein und Hamburg nehmen zahlreiche Apotheken an dem Pilotprojekt teil. Ein Übersichtskarte der Teilnehmer wird demnächst an dieser Stelle einsehbar sein.


Welche Kosten fallen an?

Keine.

Die eRezept-Funktion im PraxisProgramm wird von uns kostenfrei zur Verfügung gestellt und ist nutzbar, sobald eine erfolgreiche Registrierung des Arztes bei eht sowie im §140 Vertrag erfolgt ist.

Die digitale Signatur via SwissCom / Smartphone wird während der Pilotphase von den Projektpartnern finanziert, so dass für Ärzte keine Kosten anfallen.


Warum sollten Sie jetzt schon beim eRezept mitmachen?

Durch die Verordnung eines eRezeptes können Sie eine durchgängige kontaktreduzierte Behandlung ohne Infektionsrisiko gewährleisten und gleichzeitig ihren Service in Videosprechstunden erheblich ausweiten. Ab 2022 wird das eRezept gesetzlich verpflichtend eingeführt. Machen Sie sich jetzt schon mit der digitalen Medikamentenverordnung vertraut und erweitern Sie Ihre ärztliche Handlungsfähigkeit.

Welche Rezeptarten kann ich digital verordnen?

Für die Verordnung von digitalen Kassenrezepten ist die Einschreibung in den Vertrag zur besonderen Versorgung nach § 140 a SGB V "eRezept Deutschland" erforderlich. Die Einschreibung können Sie im Rahmen der Registrierung auf www.e-Rezept.de durchführen.
Privatrezepte und Grüne Rezepte können unabhängig von der Krankenkasse jederzeit digital ausgestellt werden. Für den Versand der eRezepte ist die E-Mail Adresse des Patienten zu hinterlegen.

Wie sicher ist das eRezept?

Die Datensicherheit ist in jeder Phase der eRezept-Erstellung und -Einlösung sichergestellt. Unser Kooperationspartner eHealth-Tec setzt ein umfangreiches, DSGVO-konformes Datenschutzkonzept um. Damit wird die sichere Datenübermittlung und Speicherung des eRezepts gewährleistet. Das von Ihnen signierte eRezept wird verschlüsselt auf einem Server zwischengespeichert, bis es von der Apotheke abgerufen wird. Erst in der Apotheke kann dann das eRezept entschlüsselt werden.

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.e-rezept.de.


Benötige ich für die digitale Unterschrift einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA)?

Zur Signatur ist kein elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) notwendig. Die qualifizierte elektronische Signatur (QES) der Telematikinfrastruktur eignet sich nicht zur Signatur der eRezepte im Rahmen des Pilotprojekts.

Es kommt vielmehr eine sog. Fernsignatur gemäß eIDAS (Details dazu finden Sie auf den Webseiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie, BSI: Signaturen) zum Einsatz, die Sie komfortabel über ihr Smartphone auslösen können.

Daher ist Vorwege auch eine persönliche Registrierung des Arztes per Video-Ident verfahren nötig.


Wie kann ich das eRezept im PraxisProgramm nutzen?

Zum eRezept in der Praxissoftware erhalten Sie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung und Nutzung des eRezepts. Dafür stellen wir Ihnen in Kürze HowTo-Videos zur Verfügung.

Wie erkenne ich, ob ein Patient überhaupt ein eRezept erhalten kann?

Die Prüfung, ob der Patient zum Zeitpunkt der Rezepterstellung eingeschrieben ist, übernimmt Ihre Praxissoftware automatisch. Nur bei eingeschriebenen Patienten besteht überhaupt die Möglichkeit, Kassenrezepte digital auszustellen. Der Patient muss sich vorher selber mit Hilfe der App seiner Krankenkasse zur Nutzung der eRezptfunktion eingeschrieben haben.

Wie viele Medikamente können auf einem eRezept verordnet werden?

Grundsätzlich können beliebig viele Medikamente in einem Vorgang elektronisch verordnet werden. Analog zum Papier-Rezept teilt sich das eRezept automatisch auf mehrere eRezepte auf, sobald in einem Verordnungsprozess mehr als drei Medikamente verschrieben werden.

Wie wird das eRezept unterschrieben?

eRezepte im Rahmen des Pilotprojekts werden über den rechtssicheren All-in Signing Service der SwissCom AG elektronisch signiert. Im Rahmen der Registrierung bei eht wird sichergestellt, dass alle Komponenten für die Nutzung der Signaturlösung erfolgreich eingerichtet sind. Und so funktioniert es: Bei Erstellung eines eRezepts wird eine Nummer in der Praxissoftware angezeigt. Diese Nummer erhalten Sie parallel per Push-Nachricht auf dem Smartphone. Nach dem visuellen Abgleich der Nummer und einer Bestätigung am Smartphone ist das eRezept sofort erfolgreich signiert.

Kann ich ein eRezept nachträglich ändern oder löschen?

Die Bearbeitung oder das Löschen eines eRezepts ist in Ihrer Praxissoftware so lange möglich, bis das eRezept eingelöst wird.

Welche Rezeptarten werden unterstützt?

Kassenrezepte ("Rote Rezepte") können als eRezept bei Krankenkassen, die am „eRezept Deutschland"-Projekt der TK teilnehmen erstellt werden, wenn der Patient über eine entsprechende App verfügt. Das Privatrezept und das Grüne Rezept können als eRezept ausgestellt werden.

Wo können sich Patienten über das eRezept informieren?

Auf der Webseite erezeptservice.de erhalten Ihre Patienten ausführliche Informationen über das eRezept. Fragen zu teilnehmenden Krankenkassen und Apotheken wie auch zu geeigneten Apps werden hier beantwortet.

Wo kann mein Patient die eRezepte einlösen?

Mit jedem eRezept erhält der Patient eine E-Mail mit Informationen zum Einlösen des eRezepts. Eine Apothekenübersicht informiert den Patienten über teilnehmende Apotheken. Das können sowohl lokale Apotheken im Umkreis als auch Onlineversandapotheken sein. Voraussetzung ist die Registrierung der Apotheke bei eHealthTec. In Kürze bieten wie Ihnen eine aktuelle Übersicht der teilnehmenden Apotheken in Ihrer Nähe.

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