Änderungen Arzneimittelverordnung


01.07.2021

Ersatzverordnung

Wenn aufgrund eines Arzneimittelrückrufs oder aufgrund einer von der zuständigen Behörde bekannt gemachten Einschränkung der Verwendbarkeit erneut ein Arzneimittel verordnet werden muss, sieht § 31 Absatz 3 Satz 7 SGB V vor, dass die erneute Verordnung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung zuzahlungsfrei ist.
Dafür ist eine Kennzeichnung dieser Verordnung notwendig.
Die Kennzeichnung stellt auch sicher, dass die Ersatzverordnung im Falle einer Wirtschaftlichkeitsprüfung als Praxisbesonderheit nach § 106b Absatz 1b SGB V berücksichtigt werden kann.

Die Ersatzverordnung wird in der Karteikarte durch ein in spitzen Klammern vorangestelltes E gekennzeichnet: <E>.
Eine Ersatzverordnung enthält immer nur eine Arznei. Zusätzlich zur Kennzeichnung im Personalienfeld wird der Zusatz "Ersatzverordnung nach § 31 Absatz 3 Satz 7 SGB V" in die erste Zeile der Verordnungen gedruckt.



Künstliche Befruchtung

Mit der vorangestellten Kennzeichnung <F> (in-vitro-fertilisation) kann eine Verordnung nach § 27a SGB V erzeugt werden. Auf dem Ausdruck wird dann der Zusatz "Verordnung nach § 27a SGB V" erzeugt.
Wird eine Verordnung entsprechend gekennzeichnet, übernimmt die Krankenkasse anteilig die Kosten.



Erweiterte Suchmöglichkeiten

Innerhalb des MMI-Pharmindex wurde die kombinierte Arzneimittelsuche erweitert.
In die kombinierte Suche können bis zu drei Wirkstoffe, ein Hersteller, eine Diagnose und Kriterien aus der frühen Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) einfließen.

 


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