Erfassung eines Behandlungstages bei IVD-Leistungen


01.07.2022
Erhält man eine Überweisung zur Erbringung in-vitro-diagnostischer Leistungen (IVD-Leistungen) mittels Muster 6, 10, 10A, 39A, muss das Datum im Feld  Behandlungstag bei IVD-Leistungen:  erfasst und bei der Abrechnung mit übertragen werden.
Im Praxis-Programm erfolgt die Erfassung im Überweisungsschein (SUBR) im Feld  Zusatzangaben (F11:)  nach Betätigen der Taste  F11 .



Formell:

Nach den Allgemeinen Bestimmungen 3.8.5 des EBM gilt für in-vitro-diagnostische Leistungen der Tag der Probenentnahme als Behandlungstag. Für die Anwendung von Abrechnungsbestimmungen (z.B. "einmal je Behandlungstag") ist somit - unabhängig vom Tag, an dem alle in der Arztpraxis obligaten Leistungsinhalte vollständig durchgeführt wurden (Leistungstag) - auf den Tag der Probenentnahme abzustellen.
Wird die Laborleistung vom behandelnden Arzt im Praxislabor selbst durchgeführt, entspricht der Leistungstag in der Regel dem Behandlungstag. Bei veranlassten in-vitro-diagnostischen Leistungen liegt der Leistungstag in der Regel ein bis mehrere, teilweise voneinander abweichende, Tage nach dem Tag der Probennahme durch den behandelnden Arzt.

  • Da die Verhältnismäßigkeit zwischen Aufwand und Nutzen der Programmierung weit auseinander klafft, gilt im Praxis-Programm der IVD-Behandlungstag nicht als Referenzdatum für das EBM-Regelwerk!
  • Auf etwaige Regeln muss somit selbst geachtet werden!
  • Werden Ziffern der Kapitel 11.4 oder 19.4 erbracht und es ist kein Datum "IVD-Behandlungstag" erfasst, gibt es eine Warnung im Regelprüflauf.

 



Ist das Probenentnahmedatum nicht bekannt, muss entweder das Ausstellungsdatum des Scheines oder das Probeneingangsdatum verwendet werden.


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